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„Wo die Bürste nicht hinkommt, putzt sie auch nicht“

16. Mai 2017

Auch die beste Zahnbürste nützt wenig, wenn man sie falsch verwendet. Im Gespräch mit PROPHY erläutert Prophylaxeassistentin Bettina Pirner, worauf man die Patienten gezielt aufmerksam machen sollte.

Frau Pirner, ozillierend-rotierend oder Schall – welche Zahnbürste empfehlen Sie Ihren Patienten?

Die Zahnbürste, die für alle passt, gibt es nicht. Grundsätzlich rate ich meinen Patienten aber zu kleineren Bürstenköpfen, weil damit der Putzerfolg größer ist. Und wenn keilförmige Defekte vorliegen, ist eine Schallzahnbürste der rotierend-oszillieren ganz klar vorzuziehen, denn mit der rotierend-oszillierenden können sich diese Defekte verstärken. Wenn keine Defekte vorliegen, spricht nichts gegen eine rotierend-oszillierende Zahnbürste…

… was ist hinsichtlich Putztechnik bei der rotierend-oszillierenden Zahnbürste zu beachten?

Man lässt die Bürste von hinten nach vorne bis zur Mitte an den Außen- und Innen-flächen entlang gleiten, im Anschluss reinigt man die Kauflächen. Wichtig ist, keine eigenen Putzbewegungen auszuführen. Man sollte auch nicht zu viel Druck ausüben: Wenn sich die Borsten biegen, ist der Druck eindeutig zu stark! Das gilt auch für die Schallzahnbürste.

Worauf machen Sie die Patienten bei der Verwendung der Schallzahnbürste noch aufmerksam?

Die Schallzahnbürste sollte man in einem Winkel von 45 Grad auf die Zahnflächen aufsetzen. Im Gegensatz zur rotierend-oszillierenden Bürste macht die Schallzahnbürste nur Vibrationsbewegungen. Die Beläge werden dadurch gelockert und quasi „weggeschleudert“.

Ein kritischer Punkt ist ja immer der Zahnfleischrand …

Ich weise meine Patienten gezielt darauf hin, dass sie beim Zähneputzen ganz besonders darauf achten sollten, Beläge, die sich hier ansammeln, zu entfernen.

Grundsätzlich reinigen elektrische Bürsten ja besser als Handzahnbürsten – das ist auch durch Studien belegt …

… das Problem ist, dass manche Patienten glauben, mit der Verwendung einer elektrischen Bürste sei es getan. Fest steht aber schon: Wo die Bürste nicht hinkommt, putzt sie nicht! Die Patienten müssen sich bewusst sein, dass man optimale Ergebnisse nur erzielen kann, wenn man möglichst alle Flächen erreicht und zusätzlich Zwischenraumbürsten oder Zahnseide verwendet, um auch die Zwischenräume gründlich zu reinigen.

 

Lesen Sie dazu auch folgenden Artikel:

Welche Zahnbürste ist die richtige? Es kommt darauf an …

 

 

 

Pirner Bettina _foto_privat_web

Bettina Pirner ist Prophylaxeassistentin im Zahngesundheitszentrum Linz.

© Pirner

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