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Tabuthema schlechter Atem: Halitosis erkennen und bekämpfen

14. Dezember 2016

Schlechter Atem ist immer eine unangenehme Sache. Patienten sind verunsichert, der schlechte Atem ist ihnen peinlich. Dabei wäre es ratsam, Aufklärung und Unterstützung beim Prophylaxeteam einzuholen. Sind erst einmal die Ursachen abgeklärt, so geht es an eine Bekämpfung dieser. Oftmals liegt es an der richtigen Mundhygiene und wer könnte hier besser an der Seite der Betroffenen stehen als die zahnärztlichen Expertinnen? Ein einfühlsames Beratungsgespräch und entsprechende Prophylaxe-Maßnahmen helfen sicher gegen üblen Mundgeruch. Aber klären wir vorerst einige Details rund um den Fachbegriff für Mundgeruch – Halitosis.

 „Halitosis“ kommt aus dem Lateinischen: halitus bedeutet „Hauch“ oder „Atem“.  Grundsätzlich wird zwischen einer echten Halitosis und einer „Pseudohalitosis“ unterschieden. „Pseudo“ verrät schon die Bedeutung, denn unter dieser Form leidet eine Person nur „dem Anschein nach“ an Mundgeruch, von anderen wird dieser nicht wahrgenommen. Die Steigerung ist die „Halitophobie“. Daran leiden Patienten, die anhaltend Angst davor haben,  unter Mundgeruch zu leiden, ohne tatsächlich betroffen zu sein. Diese Patienten sind oft auch nach Aufklärung und Therapie der Überzeugung, schlechten Atem zu haben.

Eine echte Halitosis liegt dann vor, wenn der Atemgeruch deutlich wahrnehmbar ist und über einer sozial verträglichen Akzeptanz liegt. Schlechten Atem nach dem Verzehr von Knoblauch, Zwiebeln oder Alkohol kennt fast jeder. Genauso kann es am Morgen zu Mundgeruch kommen. Diese physiologische Halitosis verschwindet zum Glück nach der Zahnhygiene wieder. Bei der pathologischen Halitosis geht es um andauernden schlechten Atem, der entweder organoleptisch – also durch Riechen – oder durch Messgeräte nachweisbar ist.

Mangelnde Mundhygiene sind die häufigste Ursache für Mundgeruch

Fast immer – zu 85 bis 90%[1] – ist die Ursache für üblen Atem in der Mundhöhle und hier meistens im hinteren Bereich der Zunge zu finden.  Selten ist die Halitosis extraoral bedingt: in 5,8% der Fälle können Erkrankungen im HNO-Bereich (Nase, Nasennebenhöhlen, Rachen und Kehlkopf) oder im  oberen Verdauungstrakt (Speiseröhre, Magen) dahinter stecken. Mundgeruch kann auch ein Indiz für Allgemeinerkrankungen wie Diabetes mellitus oder schwere chronische Nierenerkrankungen sein[2], [3], [4].

Andauernder schlechter Atem ist ein relativ häufiges Problem, wenngleich bis dato keine zuverlässigen Daten vorliegen. Schätzungen gehen davon aus, dass weltweit etwa bis zu 50 Prozent  der Bevölkerung darunter leiden und dadurch eine andauernde negative Beeinflussung ihrer Lebensqualität erfahren[5]. Geschlechts- oder altersspezifische Unterschiede im Auftreten der Halitosis gibt es nicht.

Mechanisch Reinigen und Wirkstoffe nutzen

Die Behandlung von Mundgeruch setzt an der Ursache, den geruchsbildenden Bakterien, an. Bakterielle Belege an den Zähnen oder auf der Zunge sind die Hauptverursacher von Mundgeruch. Ein besonderer Risikofaktor ist die Bakteriendichte auf der Zunge: Menschen mit Halitosis haben bis zu 25 mal mehr Bakterien auf der Zunge als Menschen ohne Halitosis. Anaerobe Bakterien verstoffwechseln Nahrungsmittelreste und Speichelbestandteile und bilden daraus geruchsaktive, flüchtige Schwefelverbindungen.  Ein Ziel muss daher sein, das Wachstum und die Vermehrung der verantwortlichen Keime durch antibakterielle Wirkstoffe zu hemmen, um eine nachhaltige Besserung der Symptomatik zu erreichen.

meridol® SICHERER ATEM zur täglichen Mund- und Zahnpflege beugt Mundgeruch gleich auf vier Wegen vor:

1.) antibakteriell: Zinnfluorid und Aminfluorid eliminieren dank ihrer starken antibakteriellen Wirksamkeit Bakterien effektiv;

2.) chemisch: Zinkionen aus Zinklaktat binden an von Bakterien gebildete flüchtige Schwefelverbindungen und bilden daraus nicht-flüchtige Oxidationsprodukte. Damit fallen diese Verbindungen als Verursacher von schlechtem Atem weg.

3.) biochemisch: spezielle Wirkstoffe gegen Mundgeruch hemmen bakterielle Enzyme, die Aminosäuren zu geruchsaktiven Verbindungen abbauen. Als Resultat entstehen weniger flüchtige Schwefelverbindungen.

4.) mechanisch: 60-80% der geruchsverursachenden Bakterien befinden sich auf der Zunge, weshalb die Zungenreinigung bei Halitosis einen festen Platz in der häuslichen Mundhygiene haben sollte. Mit der flachen Seite des Zungenreinigers wird eine erbsengroße Menge der meridol® SICHERER ATEM Zahnpasta auf die Zunge aufgetragen und 10 Sekunden lang verteilt, anschließend wird der Zungenreiniger umgedreht und die Zunge abgeschabt. Nach der Reinigung wird der Zungenreiniger unter fließendem Wasser abgespült.

 

[1] Rosenberg M: The Science of Bad Breath. Sci Am 286 (2002), 72-79.

[2] Miyazaki H et al.: Tentative classification of halitosis and its treatment needs. Niigata Dent J 32 (1999), 7-11.

[3] Seemann R et al.: Halitosismanagement in der zahnärztlichen Praxis. Spitta Verlag (2006)

[4] Yaegaki K, Coil JM: Examincation, classification, and treatment of halitosis; clinical perspectives. J Can Dent Assoc 66 (2000), 257-261.

[5] Quirynen M et al.: Review of the treatment strategies for oral malodour. Clin Oral Investig 6 (2002b), 1-10.

meridol® SICHERER ATEM: Zahnpasta, Mundspülung (oben) und Zungenreiniger (unten) beugt Mundgeruch vor. (Abbildungen © Colgate-Palmolive)

meridol_zungenreiniger (c) Colgate_palmolive

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