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Ländle PAss – die Vorarlberger Weiterbildung zur Prophylaxeassistentin

19. Juli 2017

Drei von vier Menschen leiden im Laufe ihres Lebens an einer parodontalen Erkrankung. Die Ursache für über 50% des Zahnverlustes in der Bevölkerung ist die Parodontitis. Eine Behandlung dieser Erkrankung ist möglich, erfordert aber neben fachkundigen Zahnärztinnen und Zahnärzten insbesondere auch sehr gut ausgebildete Prophylaxeassistentinnen.

Die Prophylaxeassistentin (PAss) übernimmt neben der Mundhygieneinstruktion, der professionellen Zahnreinigung (PZ) und der parodontalen Vorbehandlung vor allem die unterstützende Parodontaltherapie (UPT), welche auch als „Recall“ bezeichnet wird. Eine qualitativ hochwertige UPT ist der Garant für die langfristige Gesunderhaltung des Zahnhalteapparates und erfordert eine hohe theoretische und praktische Kompetenz der PAss.  Um diese Kompetenzen auch gesetzeskonform vermitteln zu können, wurde 2014 eine völlig neue Ausbildung zur Prophylaxeassistentin in Vorarlberg in Form des „Ländle-PAss“ etabliert.

Einjährige, berufsbegleitende Ausbildung

Wenn die Teilnehmerin den theoretischen Eingangstest erfolgreich bestanden hat, beginnt für sie die einjährige, berufsbegleitende Ausbildung zur PAss. Der theoretische Unterricht findet in den Räumlichkeiten der Landeszahnärztekammer Vorarlberg statt. Für die praktische Ausbildung steht den Teilnehmerinnen ein modernst ausgerüsteter Phantomraum in der Firma Ivoclar Vivadent in Schaan (Liechtenstein) zur Verfügung.

Weitere wichtige praktische Fähigkeiten, wie zum Beispiel die dentale Fotografie, das Anfertigen von aussagekräftigen Röntgenbildern oder das korrekte Schleifen von Handinstrumenten, werden in den Praxen der Ländle-PAss-Unterrichtenden erlernt. Die Krönung der praktischen Ausbildung ist sicherlich die Behandlung von Patienten unter Supervision einer erfahrenen Prophylaxeassistentin oder Dentalhygienikerin in der Praxis der Auszubildenden. Besonderen Wert wird dabei auch auf die lückenlose Dokumentation der Behandlung gesetzt, da die Teilnehmerinnen im Rahmen der Abschlussprüfung diese Fälle auch im Hörsaal der Firma Ivoclar Vivadent vor „großem Publikum“ präsentieren. Weitere Highlights des Ländle-PAss sind die vier Online-Kurse. Dadurch sollen die Teilnehmerinnen an diese modere Form der Ausbildung herangeführt werden, da in Vorarlberg jetzt schon zahlreiche approbierte Fortbildungsveranstaltungen online abgehalten werden.

Ausbildungsinhalte:

  • Anatomie, Physiologie und Pathologie des Zahnhalteapparates, der Zähne und der Mundhöhle
  • Gingivitis, Parodontitis, Karies und Wundheilung
  • Zahnputztechniken
  • Ergonomie
  • Politur
  • Ernährung
  • Handinstrumente / Instrumentenschleifen
  • Röntgen
  • Mund- und Gesichtsfotografie
  • Plaque- und Blutungsindex
  • Präsentationstechnik
  • Power Point
Auf einen Blick: PAss-Weiterbildung Ländle PASS

Ausbildungsort:

  • Landeszahnärztekammer Vorarlberg in Feldkirch
  • Ivoclar Vivadent, Schaan (Fürstentum Liechtenstein)
  • diverse Praxen

Ausbildungsplätze: max. 16 pro Kurs

Aufnahmekriterien:

  • 18 Jahre
  • Abgeschlossene ZAss-Ausbildung
  • Positiv abgeschlossene Aufnahmeprüfung
  • Mindestens zwei Jahre Berufserfahrung

Aufnahmeverfahren: schriftliche Aufnahmeprüfung

Kosten: 3.750 EUR zzgl. Lehrmittel und Prüfungsgebühr (AMS-Förderung ist möglich!)

Prüfungen: schriftliche, mündliche und praktische Prüfung

Zertifizierung: Nach positivem Kursabschluss darf der/die TeilnehmerIn die Berufsbezeichnung „ProphylaxeassistentIn“ führen.

Nächster Ausbildungsbeginn: Jänner 2018 (bei genügend Anmeldungen)

Kontakt: Frau Simone Walch

E-mail: walch@vlbg.zahnaerztekammer.at

Tel.: 05 0511 6802

Mehr Informationen: www.ländle-pass.at

Abschlussfeier 2015

alle Fotos © Zahnärztekammer Vorarlberg

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