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Das Geheimnis gesunden Parodonts

8. März 2014

Mit systematischem meridol®-Einsatz gegen Gingivitis, Parodontitis & Co

Wenn Sie bei Ihren in den Mund schauen und „rot“ sehen, ist es höchste Zeit zu handeln. Gesundes Zahnfleisch ist nämlich hellrosa, blutet nicht und zeigt keine Schwellungen. Bleiben diese typischen Irritationen des Zahnfleisches unberücksichtigt, bildet es sich zurück.

Es kommt zur Ausbildung typischer Taschen (Hohlräume) zwischen Zahn und Zahnhals und die Entzündung breitet sich in die Tiefe aus. In weiterer Folge schreitet die Zerstörung des Parodonts (Zahnhalteapparat) fort und es droht ein Zahnverlust.

Bakterieller Zahnbelag (Plaque) ist die Hauptursache von Zahnfleischproblemen). Im Unterschied zur Gingivitis ist die Parodontitis nicht reversibel. In vielen Fällen droht in diesem Fall ein sogar chriurgischer Eingriff durch den Zahnarzt. Die regelmäßige und konsequente Entfernung des Zahnbelages ist also die wichtigste Empfehlung für Ihre Patienten mit Gingivitis oder Parodontitis.
Was aber wenn Ihre Beratungsbemühungen nicht fruchten?
Für diesen Fall gibt es die Prophylaxeassistentin, die durch eine professionelle Plaque-Entfernung im Rahmen einer Mundhygienesitzung das Schlimmste vermeiden kann. In manchen Fällen kann eine gut ausgebildete Prophylaxeassistentin sogar bei „schweren Fällen“ tolle Erfolge erzielen und den Einsatz „schwererer Waffen“ (wie z.B. Antibiotikaeinsatz oder chirurgische Eingriffe) verhindern.
Und glücklicherweise gibt es auch Dentalprodukte, die im Wesentlichen aus einer Kombination aus Zinnfluorid und dem Aminoflourid Olaflur (AmF/SnF2 ) bestehen. Diese Idealkombination ist die Basis aller meridol®-Produkte (ausgenommen der meridol®-Zahnbürste, die aber wiederum durch ihre spezielle Borstentechnik besonders schonend und sorgfältig Plaque entfernt).

Plaque ist eine Plage

Zinnfluorid: antibakteriell und antikariogen
Zinnfluorid hat ein hervorragendes antibakterielles und plaquehemmendes Potential. Das Zinn-Ion dringt durch die Membranen in die Zellen der krankmachenden Bakterien, reichert sich dort an und unterdrückt die Aktivität von bakteriellen Enzymen. Zusätzlich dürfte Zinnfluorid Wechselwirkungen zwischen einzelnen Bakterien und Bakterien an der Zahnoberfläche stören, sodass sich Bakterien gar nicht erst anhaften können.

Eigenschaften von Zinnfluorid

  • Hemmung des Bakterienwachstums
  • Verminderung der Plaque-Neubildung
  • Hemmung des bakteriellen Stoffwechsels
  • Inaktivierung bereits vorhandener Plaque

Olaflur unterstützt und verstärkt
Das Aminofluorid Olaflur verhindert die Inaktivierung von Zinnfluorid und stabilisiert es derart, dass es in der Mundhöhle, wo es seine antibakterielle Wirkung entfalten soll, freigesetzt wird. So wird es in Zahnpasten und Mundspüllösungen (z.B. von meridol®) in seiner aktiven Form über einen langen Zeitraum stabil und damit wirksam erhalten. Bei meridol® wird die antibakterielle Wirkung von Zinnfluorid als auch des Aminofluorids Olaflur potenziert. Die beiden Verbindungen haben einen synergistischen Effekt. Der Grund dafür liegt in den unterschiedlichen Angriffspunkten der beiden Komponenten. Während Fluorid spezifisch das Bakterienenzym Enolase hemmt (Verantwortlich für den Zuckerstoffwechsel und damit die Ernährung der Bakterien), blockieren Zinn-Ionen über andere Enzyme den Zuckerabbau und somit das System der Zuckeraufnahme in die Bakterienzelle.
Die Aminogruppe und das Zinn-Ion verändern zudem den Zustand von Bakterienzellen dermaßen, dass weiter Proteine inaktiviert werden. Außerdem behindern sie die bakterielle Anhaftung an der Zahnoberfläche.
Aufgrund dieser unterschiedlichen Angriffspunkte von Zinn- und Aminoflourid ist auch eine bakterielle Resistenzbildung gegen diese Kombination ausgeschlossen.

Bonuspukt: direkte und indirekte Entzündungshemmung
AmF/SnF2 hat einen direkten entzündungshemmenden Effekt. Es gibt Hinweise in zahlreichen Studien, dass die immunmodulatorischen Eigenschaften zum entzündungshemmenden Potenzial beitragen.
In neueren, bisher noch unveröffentlichten Studien konnte wiederum gezeigt werden, dass die Kombination aus Zinnfluorid und Aminofluorid auch indirekt antientzündliche Effekte hat. Bei einer Gingivitis wird das Zahnfleisch bekanntermaßen durch Bakterien und den bakteriellen Stoffwechsel gereizt was wiederum das Immunsystem aktiviert. Granulozyten (Bakterien-vernichtende Zellen) wandern in das entzündete Gewebe und versuchen die infektiösen, pathogenen Keime abzutöten indem sie Substanzen wie z.B. Sauerstoffradikale, die für die Bakterien giftig sind, produzieren.

Diese antibakterielle und plaquehemmende Wirkung von AmF und SnF2 stellt sicher, dass der Hauptgrund einer Gingivitis – die unzureichende Plaqueentfernung – beseitigt werden kann. Außerdem wird die Anlagerung neuer Plaque reduziert bzw. sogar verhindert. So ermöglicht die Kombination aus Zinnfluorid und dem Aminofluorid Olaflur (meridol®) – natürlich immer neben der mechanischen Plaque-Entfernung – eine ideale und effektive, chemische Plaque-Kontrolle.

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