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Einfache, schnelle und präzise Diagnostik der Zahnerosion: der BEWE-Index

12. März 2018

Erosion von Zahnhartsubstanz professionell diagnostizieren

Fruchtsäfte, Eistee, Obst und andere saure Speisen und Getränke werden häufig mehrmals während des Tages konsumiert, was dem Zahnschmelz auf Dauer nicht gut bekommt. Denn eines ist nämlich eines ganz gewiss: Verlorener Schmelz bleibt unwiederbringlich verloren, denn ein erosiver Schaden ist nicht reversibel. Durch entsprechende Maßnahmen kann das Fortschreiten des Prozesses aber gestoppt werden. Vor jeder Behandlung steht jedoch die Erstellung der richtigen Diagnose durch das Fachpersonal.

Aufmerksam auf eine erosive Gefährdung des Patienten wird das zahnärztliche Behandlungsteam durch das typische klinische Erscheinungsbild der Zahnerosion. Daraufhin sollte eine genaue Risikoabklärung stattfinden. Die von Bartlett, Ganss und Lussi 2008 vorgestellte Kurzuntersuchung „BEWE“ (Basis Erosive Wear Examination) eignet sich sehr gut, das Risiko für Erosion abzuschätzen (1).Der BEWE erlaubt eine Beurteilung der Säureschäden eines Gebisses mit wenig Zeitaufwand, ist leicht zu erlernen und unterstützt bei der Planung des weiteren Vorgehens. Dafür wird das Gebiss wird in Sextanten unterteilt und alle Zähne außer den 3. Molaren werden jeweils vestibulär, okklusal und palatinal auf Säureschäden untersucht. Erosive Defekte werden in vier Schweregrade unterteilt (Tab. 1). Pro Sextant wird nur der höchste Wert notiert (Tab. 2). Die Summe dieser Werte definiert den Schweregrad der Säureschäden und gibt eine Empfehlung für das weitere Management des Patienten (Tab. 3).

Wichtig ist die Unterscheidung, ob es sich bei einem Substanzdefekt primär um einen erosiven oder abrasiven Defekt handelt. Auch hier sind Anamnese und Befunderhebung wichtige Voraussetzung für die richtige Diagnose und damit Voraussetzung für adäquate Prophylaxe und Therapie.

Konkrete Empfehlungen für den Praxisalltag können beispielsweise so aussehen:

Effektiver Schutz vor Zahnschmelzabbau durch die Mikroschutz-Technologie

Für die häusliche Mundhygiene können Sie Ihren Patienten die elmex®-Zahnschmelzschutz Professional Linie empfehlen. In der Zahnpasta kommen Zinnchlorid, Aminfluorid sowie Chitosan als so genannte Mikroschutz-Technologie zum Einsatz. Diese bildet eine schützende zinnreiche Schutzschicht auf der Zahnoberfläche, wobei die Zinn-Ionen direkt in den aufgeweichten Zahnschmelz eingelagert werden. So wird der Zahnschmelz resistenter gegen weitere erosive Säureangriffe. Gleichzeitig kann so dem Abbau von aufgeweichtem Zahnschmelz, wie er beim Zähneputzen auftritt, entgegengewirkt werden. In einer randomisierten, doppelt verblindeten klinische in-situ-Studie mit 27 Probanden unter erosiven und Bürstbedingungen führte die Anwendung  von elmex® Zahnschmelzschutz Professional Zahnpasta zu signifikant höherem Schutz vor Erosion und durch Zähneputzen verursachten Zahnschmelz-Abbau gegenüber einer natriumfluoridhaltigen Zahnpasta (2).

Abbildung: Bis zu 61% weniger Zahnschmelzabbau mit elmex® Zahnschmelzschutz Professional Zahnpasta

 

Fußnoten:

1) Bartlett D, Ganss C, Lussi A. Clin Oral Invest (2008) 12 (Suppl 1): S65-S68.

2) German University: In-situ study on the effects of a chitosan toothpaste on acid induced enamel loss. Internal report (2011)

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