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Wissen ist machbar!

10. Oktober 2009

Was die Prophylaxe-Assistentin über ihre Patienten wissen sollte.

Eine professionelle Prophylaxe ist ein wichtiger Teil der gesamten zahnärztlichen Behandlung.


Oft steht sie überhaupt ganz am Beginn einer Patient-Zahnarzt-Beziehung. Das heißt, dass die Prophylaxe-Assistentin in vielen Fällen mit „neuen“ Patienten konfrontiert ist, über deren zahn- bzw. allgemeingesundheitliche Historie noch vieles unbekannt ist.

Licht ins Dunkel bringen

Abgesehen von Informationen, die über ganz allgemeine Anamnesebögen erhoben werden, sind für eine Prophylaxe-Assistentin sehr spezifische Informationen von Bedeutung. Damit Patienten korrekt und speziell auf deren individuelle Problembereiche abgestimmt informiert, beraten und motiviert werden können, sind eine Reihe durchaus persönlicher Angaben über die häusliche Mundhygiene-Gewohnheiten, aber auch über den Gesundheitszustand im Allgemeinen oder über chronische bzw. akute Krankheiten notwendig. Je mehr die Prophylaxe-Assistentin darüber weiß, umso eher kann der Ablauf der Prophylaxe-Sitzung für beide Seiten komplikationslos und für die angestrebte Zahngesundheit maximal erfolgreich gestaltet werden.

Wichtiges Wissen

Die Bereiche, über die eine Prophylaxe-Assistentin Bescheid wissen sollte, um auf die erste Sitzung gut vorbereitet zu sein, spannen sich über weite Bereiche. Im Vordergrund stehen dabei natürlich die häuslichen Mundpflege-Gewohnheiten wie Putzverhalten, Putztechnik oder die regelmäßig verwendeten Zahnpflegeprodukte. Einen wichtigen Bereich nehmen jene Informationen ein, die die persönlichen „Mundprobleme“ des Patienten betreffen. Über Probleme mit Mundgeruch, Zahnfleischbluten, Zungenbelag oder Lockerung von Zähnen sollte die Prophylaxe-Assistentin bereits im Vorfeld der Behandlung informiert sein. Und natürlich ist es wichtig, auch über den Konsum stark färbender Getränke oder Lebensmittel Bescheid zu wissen oder, ob der Patient Raucher ist oder nicht.

Zwischenfälle vermeiden

Um unangenehme oder gar gefährliche Zwischenfälle von vorne herein auszuschalten, muss auch nach eventuellen Allergien oder Unverträglichkeiten gefragt werden. Bei Menschen mit Alkoholproblemen dürfen z.B. keine alkoholhältigen Mundspüllösungen angewendet oder empfohlen werden. Bei über 300.000 Alkoholikern in Österreich durchaus ein Fall, der in der täglichen Praxis immer wieder vorkommen kann. Ebenso ist bei weiblichen Patienten im gebärfähigen Alter zu hinterfragen, ob eine Schwangerschaft vorliegt. Um auf ungewöhnlich starke Blutungen vorbereitet zu sein bzw. solche durch besondere Vorsicht vermeiden zu können, ist es wichtig zu wissen, ob ein Patient regelmäßig blutverdünnende Medikamente einnimmt.

Auf die eigene Sicherheit achten

Um die eigene Gesundheit durch entsprechende Hygienemaßnahmen zu schützen, ist es unabdingbar über eventuelle Infektionskrankheiten wie Hepatitis C oder HIV informiert zu sein. Nur so ist es möglich, rechtzeitig die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um eine Ansteckung zu vermeiden.

Reden ist Silber, Schreiben ist Gold

Fragen ist gut und wichtig. Die Informationen sollten immer aber auch schriftlich festgehalten werden. Vielleicht ist der Patient ja beim nächsten Termin bei einer Kollegin; auch sie sollte dann Zugang zu den relevanten Daten haben, um nicht wieder von Neuem mit einem „Interview“ beginnen zu müssen.

Ein professioneller Anamnesebogen hilft

Gemeinsam mit Gebro Pharma und zwei erfahrenen Prophylaxe-Assistentinnen hat „prophy“ einen ganz spezifischen Anamnesebogen für die Prophylaxe erarbeitet. Jahrelange Erfahrung und Wissen sind in diesen Fragebogen eingeflossen und sollen alle Prophylaxe- Assistentinnen Österreichs bei der täglichen Arbeit unterstützen.

 

Autor:
Erich Bergmann
Kommunikationsexperte
für Gesundheitsangelegenheiten

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